Regionale Anästhesie

Plexusanästhesie:

Örtliches Betäubungsmittel wird an einen Nerv oder ein Nervenbündel (Plexus) gespritzt, so dass das Gebiet, welches von dem Nerv versorgt wird, für mehrere Stunden gefühllos und bewegungslos wird.
Mit einem Nervenstimulator werden durch kleinste elektrische Impulse die Nerven sicherer lokalisiert. Die Betäubung wirkt zuverlässiger und postoperative Nervenreizungen sind dadurch extrem selten.
Blutergüsse an den Injektionsstellen bilden sich kaum, durch steriles Vorgehen ist die Infektionsgefahr äußerst selten.

Anwendbar ist dieses Verfahren am Arm und am Bein.

In den Wirbelkanal gespritzte Regionalanästhesie (Spinale, Peridurale) sind im ambulanten Bereich unüblich wegen der Möglichkei von Kopfschmerzen und Blasenentleerungsstörungen.

Intravenöse Regionalanästhesie:

Bei Eingriffen an Arm oder Fuß kann örtliches Betäubungsmittel auch direkt in das Venensystem gespritzt werden, da das Abfließen in den Körper durch eine stramme Staubinde (Blutleere) verhindert wird.
Die Betäubung geht am OP Ende nach Öffnen der Blutleere schnell zurück.
Für kurze Eingriffe gut geeignet.

Da bei Regionalanästhesie auch Komplikationen wie allergische Reaktion/ Schock , Herzkreislaufreaktionen oder seltenen Krampfanfälle möglich sind, sollte bei geplanten Operationen eine Nüchternheit von 6 Stunden eingehalten werden.

Weitere Fragen zu diesem Thema können Sie gerne mit mir in einem persönlichen Gespräch klären.

<<Zurück